Aigner: Die Welt arbeitet zusammen, um Ernährung zu sichern
Auf Schloss Charlottenburg trafen sich heute Agrarministerinnen und -minister sowie Vizeminister aus 31 Nationen, um das Thema "Sicherung der Welternährung - globale Herausforderung für Politik und Wirtschaft" zu diskutieren. "Nach einer intensiven Aussprache zum Thema Ernährungssicherung sind wir uns einig, dass wir den ländlichen Raum weiter stärken und die Agrarproduktion erhöhen müssen, um Armut zu mildern und dem Recht der Menschen auf Nahrung zu entsprechen", hob Aigner hervor. Hunger konzentriere sich paradoxerweise im ländlichen Raum. Die Folgen seien Landflucht und weiter sinkende Produktion.
"Hunger ist ein Krisenherd und hat unabsehbare globale Auswirkungen. Seine Bekämpfung muss für jede nationale Regierung an erster Stelle stehen", sagte die Ministerin.
Die Gastgeberin des 1. Berliner Agrarministergipfels, Bundesministerin Ilse Aigner, stellte als Ergebnis eine gemeinsame Erklärung aller teilnehmenden Nationen, die mehr als ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung repräsentierten, vor. Für das weitere gemeinsame Handeln wurden hierbei besonders herausgestellt:
1. Der Ländliche Raum muss gestärkt werden!
2. Die landwirtschaftliche Produktion - bei Erhaltung natürlicher Ressourcen - spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie muss langfristig erhöht und standortangepasst effizienter werden!
3. Investitionen sind noch stärker als bisher am Bedarf vor Ort auszurichten!
4. Agrarforschung muss ihren Beitrag und zur Produktivitätssteigerung leisten!
5. Geberländer müssen nachhaltige Produktionsmöglichkeiten in den gemäßigten Breiten erhalten. Erstes Ziel der Agrarproduktion ist die Ernährung der Menschen!
"Um das Ziel einer weltweiten Ernährungssicherung zu erreichen, ist eine weltumspannende Partnerschaft der Regierungen und der Zivilgesellschaft notwendig", fügte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hinzu.
Die Schlussfolgerungen des 1. Berliner Agrarministergipfels sollen in den laufenden Prozess unter dem Dach der Vereinten Nationen als konkreter Beitrag, insbesondere zur Globalen Partnerschaft für Landwirtschaft und Ernährungssicherung, einfließen. Zukünftige Maßnahmen zur Bekämpfung des Hungers sollen dann diese Vorschläge aufgreifen.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
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