Aigner: Ernährungssicherung ist das erste Ziel jeder Agrar- und Ernährungspolitik!
Dafür ist es notwendig, sich international über die nachhaltige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und den Ausbau des Handels zu verständigen" sagte Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beim Weltgetreideforum heute in Sankt Petersburg.
"Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung auf über neun Milliarden Menschen bis 2050 und der in diesem Zusammenhang zu erwartenden stark steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen dürfen wir die Anstrengungen zur Hungerbekämpfung nicht vernachlässigen. Schon jetzt leiden mehr als eine Milliarden Menschen an Hunger. Dies wird bei der aktuellen Diskussion über die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise oft übersehen," so Aigner.
Ziel des Forums ist es, Strategien zur Bewältigung künftiger globaler Herausforderungen zu entwickeln. Dazu gehören Fragen zum Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen, zu den Auswirkungen des Klimawandels oder zu den protektionistischen Tendenzen in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise. "Aus deutscher Sicht müssen Investitionen im ländlichen Raum noch stärker als bisher am Bedarf vor Ort ausgerichtet werden. Die landwirtschaftliche Produktion muss in den politischen Fokus der Weltgemeinschaft genommen werden. Dabei kommt auch der Agrarforschung eine besondere Bedeutung zu. Protektionismus muss verhindert und die WTO-Verhandlungen zu einem ausgewogenen Ergebnis geführt werden", so Aigner weiter.
Auf Einladung der russischen Regierung findet das Weltgetreideforum 2009 zum ersten Mal statt. Hochrangige Vertreter aus Agrarpolitik, Forschung, von Internationalen Organisationen und Wirtschaft diskutieren aktuelle Entwicklungen der Erzeugung und des weltweiten Agrarhandels. Teilnehmer sind unter anderem der Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, Jacques Diouf, der Direktor der Weltbank Herr Wheeler oder die stellvertretenden Direktorin des Welternährungsprogramms Frau Sisulu.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
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