Bayerischer Naturschutzfonds setzt im Jahr der Biodiversität weitere regionale Schwerpunkte
"Wir müssen die Schönheit und den nachhaltigen Wert der bayerischen Natur erhalten. Biodiversität ist kein Nischenthema", so Söder. Die Investitionen des Bayerischen Naturschutzfonds sichern laut Söder langfristig wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Entscheidend für den Erfolg der Projekte seien die Ideen und der Einsatz der zahlreichen Ehrenamtlichen. Auch die Träger - häufig die Kommunen - leisteten einen großen finanziellen Beitrag. Der Bayerische Naturschutzfonds ist nach der Bundesumweltstiftung die größte Naturschutzstiftung in Deutschland. Die Projekte stärken laut Söder den Arten- und Biotopschutz, vernetzen Lebensräume von Tieren und Pflanzen und werben bei der Bevölkerung um Verständnis für den Naturschutz. "Die Stiftung leistet einen wichtigen Beitrag zur Bayerischen Biodiversitätsstrategie", so Söder. Übernommen werden vom Fonds in der Regel zwischen 50 und 85 Prozent der Projektkosten, den Rest bringen die Träger auf.
Die räumlichen Schwerpunkte der Förderung durch den Bayerischen Naturschutzfonds liegen in diesem Jahr in Niederbayern und Oberfranken.
So werden im Landkreis Rottal-Inn wertvolle Flächen erworben. Insbesondere artenreiche Streuwiesen sollen gesichert und zusammen mit Verbundstrukturen der Artenvielfalt dienen. Für das Projekt stellt der Bayerische Naturschutzfonds über 622.000 Euro zur Verfügung.
Auch der Landkreis Deggendorf wird im bundesweit bedeutsamen Isarmündungsgebiet weitere Flächen für den Naturschutz erwerben. Das Flussgebiet gilt als Brutstätte für zahlreiche gefährdete Vogelarten wie den Purpurreiher und vom Aussterben bedrohte Libellenarten. Der Grunderwerb wird aus dem Bayerischen Naturschutzfonds mit über 487.000 Euro unterstützt.
Ein Projekt des Landschaftspflegeverbands Forchheim sichert die europaweit bedeutenden Kopfeichen- und Streuobstbestände am Jura im Kreis Forchheim. Es wird vom Bayerischen Naturschutzfonds mit über 270.000 Euro in den nächsten fünf Jahren gefördert. Ziel ist es, die bereits vorhandenen Biotope und Tierpopulationen zu sichern und zu entwickeln. Zugleich wird die attraktive Erholungslandschaft erhalten.
Im Landkreis Bayreuth wird ein Projekt zum Erhalt artenreicher Wiesen in den kommenden drei Jahren mit rund 202.500 Euro gefördert. Sie zählen zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen der bayerischen Landschaft. Gemeinsam mit den Landbewirtschaftern sollen langfristige Lösungen gefunden werden, um extensiv genutztes Grünland dauerhaft zu sichern.
Zudem fördert der Bayerische Naturschutzfonds auch Initiativen in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit, um das Bewusstsein und das Interesse für die Arten- und Lebensraumvielfalt zu stärken. So macht das Filmprojekt "SOS im Muschelbach - Vom Überleben der Bachmuschel in Bayern" auf diese vom Aussterben bedrohte Tierart aufmerksam, für die Bayern mit mehreren Beständen eine hohe Verantwortung besitzt.
Zudem profitieren vom Beschluss des Stiftungsrates:
- Schwaben: Grunderwerb im Rahmen des Biodiversitätsprojekts Schmuttertal (494.340 Euro) -
Erhalt von Wiesen als Lebensraum für Wiesenbrüter, Tagfalter und Amphibien
- Mittelfranken: Blockschutthalden in der Hersbrucker Alb (335.750 Euro) - Sicherung von
Biotopen am Albtrauf als Lebensraum für stark bedrohte Arten
- Unterfranken: Rettungsmaßnahmen zur Erhaltung artenreicher Trockenmauern in ehemaligen
Weinbergslagen im Maintal (Konkreter Förderanteil noch offen)
- Oberbayern: Erhalt von artenreichen Kiefernwälder und Flussschotterheiden an der Oberen Isar
(77.000 Euro)
- Niederbayern: Flächenankauf Aiterachaue (143.656 Euro) - Umwandlung intensiver
Ackerflächen in naturnahe Auenlebensräume
- bayernweit: 100.000 Euro um die Betreuung ökologisch wertvoller Gebiete auszuweiten.
Quelle: Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
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