Breitbandversorgung
Wie Bürgermeister und kommunale Verantwortliche sich mit dem Thema Breitbandversorgung auseinandersetzen können, zeigt ein neuer Leitfaden der IHK Koblenz zur Breitbandversorgung des ländlichen Raums. Wirtschaftsminister Hendrik Hering und der Präsident der IHK Koblenz, Manfred Sattler, stellten das Papier heute in Mainz vor.
„Die Verfügbarkeit von schnellen Breitband-Internetverbindungen ist heute ein unverzichtbarer Standortfaktor, der nicht nur für Unternehmen, Bildungseinrichtungen und andere institutionelle Anwender, sondern auch für die privaten Haushalte von großer Bedeutung ist“, erklärte der Minister und betonte, dass für rund 97 Prozent der Privathaushalte in Rheinland-Pfalz bereits jetzt schnelles Internet verfügbar sei. Um die „weißen Flecken“ bei der Breitband-Versorgung in Rheinland-Pfalz zu schließen, habe die Landesregierung bereits ein millionenschweres Förderprogramm und ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen.
„Mit Hilfe des neuen Förderprogramms können wir künftig nicht nur Erschließungsmaßnahmen in Gewerbegebieten, sondern auch in landwirtschaftlichen Betrieben, Privathaushalten und Unternehmen im ländlichen Raum unterstützen.“ Über fünf Jahre hinweg könnten so insgesamt zehn Millionen Euro für die Breitbanderschließung bereitgestellt werden. Das Land habe zudem bereits eine Breitband-Geschäftsstelle im Wirtschaftsministerium eingerichtet, Informationen gibt es auch auf der entsprechenden Website unter www.breitband-initiative-rlp.de.
Dass die Gelder für den Breitband-Infrastrukturausbau gut angelegt sind, davon ist Minister Hering überzeugt: „Der Ausbau einer flächendeckend verfügbaren Infrastruktur, die auch die Erschließung des ländlichen Raumes mit Breitband-Internetanschlüssen umfasst, ist eine wichtige Aufgabe, um den Standort Rheinland-Pfalz weiter entwickeln zu können.“
Die IHK Koblenz setze sich nachhaltig für den schnellen Ausbau einer leistungsfähigen Internetanbindung im ländlichen Raum ein, betonte Manfred Sattler. „Ein Breitbandzugang ist für unsere Unternehmen der wichtigste Standortfaktor. Wir müssen alles daransetzen, auch in topografisch schwierigen und abgelegenen ländlichen Regionen jedem Unternehmen, aber auch jedem Haushalt einen schnellen Internetzugang zu verschaffen. Schließlich hängen hiervon Wettbewerbsfähigkeit und Informationsversorgung ab.“
Bürgermeister würden bei der Entwicklung kommunaler Infrastruktur eine Schlüsselrolle spielen, so Manfred Sattler weiter. „Sie kennen ihre Gemeinden und bestehende Internet-Versorgungslücken am besten“. Die Weiterentwicklung der Datenmengen und Technologien mache dies zu einer Daueraufgabe für Kommunen. Deshalb sei es von großer Bedeutung, dass sie gut über differenzierte Anwendungsbereiche informiert seien. Der IHK-Leitfaden biete hierzu eine praktische Hilfe. Hier würden Technologien mit Vor- und Nachteilen vorgestellt und auch Alternativen mit Entscheidungskriterien. „Es muss zum Selbstverständnis werden, dass Breitband wie eine Straße oder ein Wasseranschluss zur Infrastruktur gehört“, so Manfred Sattler, der weiterhin anregt, kommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaften als Unterstützer der Gemeinden bei ihren Bemühungen, die „weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung zu beseitigen, einzubinden.
Sattler begrüßte, dass das Land eine Internetplattform eingerichtet hat, auf der sich auch Anbieter von Datenübertragungstechniken darstellen können. „Über Markt und Wettbewerb“, so Sattler, „ist unser Ziel, alle mit einer guten Breitbandtechnologie zu versorgen, noch schneller zu erreichen.“
Quelle: Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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