Die Agrar-Forschung ist leider nicht "frei"
Ministerin Schavan hört bei ihrem "Runden Tisch" zur Pflanzengenetik bei der Bewältigung des globalen Welthungerproblems auf die falschen Fachleute und dementsprechend auf rein industrielle und untaugliche Lösungsansätze. Ministerin Schavan lässt sich vom industrienahen "Bioökonomierat" zur Agrarforschung beraten, der sich für seine Ratschläge mit rund zwei Millionen BMBF-Haushaltsmitteln bezahlen lässt und in dem nicht ein einziger Experte aus der bäuerlichen Landwirtschaft vertreten ist.
Der Runde Tisch verkommt zu einer Alibi-Veranstaltung, Schavan macht im Hinterzimmer weiter wie bisher: Schwarz-Gelb will weitere Hunderte Millionen Euro in eine Agrar-Forschung stecken, die blind und interessensgeleitet die unbeherrschbare Agrogentechnik und die industriellen Methoden fördert.
Diese Ansätze in der Agrarforschung haben bei der Lösung der Welthungerprobleme versagt. Sie haben zur Zerstörung von Millionen Hektar fruchtbaren Ackerlandes, zur Verschärfung der Erderwärmung, zur Pestizidverseuchung von Boden und Wasser und zum Elend der Kleinbauern geführt.
Wir fordern den Ersatz der gefährlichen Pestizide. Gefährdet sind ressourcenschonende Kreislaufsysteme, die Ökolandwirtschaft und der Humusaufbau. Wir brauchen eine integrierte Folgenabschätzung für Biomasse und Biotechnologie und eine ernsthafte Bio-Sicherheitsforschung: Wir fordern Ministerin Schavan auf, kritischen Sachverstand nicht bloß an der Kaffeetafel zur Kenntnis zu nehmen, sondern in ihre Entscheidungen und Politik einfließen zu lassen
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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