Fleisch-Siegel der konventionellen Tierproduktion erneut als wertlos entlarvt
Die PETA-Kampagne gegen "das System Tierproduktion", repräsentiert durch das Siegel-System QS, wird aktuell bestätigt durch eine ausführliche Reportage des NDR. Während die Verantwortlichen der QS GmbH mit Sitz in Bonn, hinter dem die nahezu komplette konventionelle Fleischbranche mit dem Deutschen Bauernverband und der Einzelhandel steckt, sich mit juristischen Tricks gegen die berechtigten Angriffe -bislang überwiegend erfolglos - wehrt, deckt ein NDR-Team aktuell die Schwächen des Systems auf.
"Die Tiere verschwinden im QS-System hinter Formularen und Papieren, die Kontrollen sind weder neutral noch ausreichend, das blaue Siegel soll Fleisch aus der konventionellen Tierproduktion adeln, welches, weil gar nicht anders möglich, tierquälerisch gewonnen wird. Anders ist Tierhaltung im agrarindustriellen Komplex gar nicht möglich", fasst der promovierte Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck, wiss. Berater von PETA Deutschland e.V., die berechtigte Kritik am QS-System zusammen.
Der Einsatz von Breitband-Antibiotika ist Usus in der konventionellen Tierproduktion, da er auch wachstumsfördernd ist, die eingesetzten Rassen sind extra für die Turbo-Mast gezüchtet worden. Mortalitätsraten von bis zu 8% sind fester Bestandteil der Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Tiere werden zur Ware degradiert. Überbelegungen in den Ställen werden stillschweigend hingenommen.
"Die von QS zertifizierten konventionellen Tierproduktionsanlagen stellen aus meiner Sicht einen Verstoß gegen die Verfassung dar. Jedenfalls: Wer Fleischprodukte mit dem blauen QS-Siegel kauft, kann nahezu sicher sein, dass es von einem tierquälerisch gehaltenen Tier stammt. Auch wenn der Gesetzgeber diese Intensivtierhaltungen nach wie vor zulässt." so Dr. Haferbeck
PETA behält sich Schritte, gegen die drei Landkreise vor, die mit dem QS-System kooperieren. Staatlich akzeptierte Täuschungssysteme haben in unserem Gesellschaftssystem nichts zu suchen.
Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.
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