Geologen entdecken ungewöhnliche Saurierfährten im ehemaligen Zonenrand
Die Trittsiegel wurden im unterfränkischen Sternberg in der Nähe von Bad Königshofen wenige Meter westlich der ehemaligen innerdeutschen Grenze gefunden. Eichhorn: "Der Zonenrand war fast ein halbes Jahrhundert nicht zugänglich. Dank der Wiedervereinigung kann der weiße Fleck auf der Landkarte getilgt und die Region geologisch erfasst werden." Ziel der Arbeiten ist die lückenlose Erkundung des steinernen Untergrundes u.a. für Grundwasserschutz und Rohstoffgewinnung. Dabei entdeckten die Geologen am Ende der letztjährigen Geländesaison im Acker den versteinerten Fährtenabdruck, der bei der Feldbearbeitung herausgepflügt wurde. Die paläontologischen Untersuchungen ergaben, dass die Bigfoot-Fährte vom sog. Kurzfinger-Handtier 'Brachychirotherium' stammt. Sie zeigt deutlich fünf Zehen mit feinen Streifen, die von den Schuppen der Riesenechse herrühren.
Eichhorn: "Versteinerte Fußspuren werden ähnlich der modernen kriminalogischen Spurensicherung ausgewertet. Dadurch gelingt es uns, Täter und Tatort, hier Saurier und Lebensraum, zu rekonstruieren." Den Worten Eichhorns zufolge wanderte der Saurier an einem schlammigen Gewässerufer entlang. Dabei hinterließ das große, schwere Tier mindestens 10 cm tiefe Löcher, die in der Sonne aushärteten. Wenig später wurden diese Löcher durch einen über das Ufer tretenden Fluss mit Sand ausgefüllt. Die Sandfüllung versteinerte im Laufe der Jahrmillionen, der umgebende Schlamm zerfiel in Staub - zurück blieb der dreidimensionale Fußabdruck eines Sauriers.
Quelle: Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt
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