IHK und HWK: Dynamik bei Startups ist ungebremst
Die Region Rheinhessen hat sich auch 2009 als guter Standort für Unternehmensgründer erwiesen. Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Dynamik im Bereich der Startups und der Startup-Beratung nicht gebremst. Das untermauert der "Gründerreport 2010", der jetzt in Mainz von der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen und der Handwerkskammer Rheinhessen vorgelegt wurde.
Wie der Report der beiden Wirtschaftskammern ausweist, hat sich im vorigen Jahr die Gründungsdynamik in Rheinland-Pfalz nach einer rückläufigen Entwicklung in den Jahren 2007 und 2008 wieder verstärkt. So erhöhte sich die Zahl der Neuerrichtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent auf rund 35.700. In diesem Trend liegt auch die Zahl der Gewerbeanmeldungen insgesamt - sie stieg um 4,1 Prozent. Als besonders gründerfreundlich stellen sich die Stadt Mainz und der Landkreis Alzey-Worms heraus. In der Stadt Mainz wurden im Jahr 2009 über 2.000 Unternehmen neugegründet - ein Zuwachs zum Vorjahr von 6,8 Prozent. Der Landkreis Alzey-Worms verzeichnet mit 1.100 neuen Unternehmen ein überdurchschnittliches Wachstum von 5,8 Prozent.
Gründerreport 2010 dokumentiert hohes Interesse
Für die Gründungsberater der Kammern hat sich diese Entwicklung bereits im Lauf des vorigen Jahres abgezeichnet. Der "Gründerreport 2010" weist als Leistungsbilanz der landesweit 28 Starterzentren von IHK und HWK ein hohes Interesse von Gründungswilligen aus. So wurden 2009 mehr als 100.000 Besucher auf dem gemeinsamen Starterportal im Internet verzeichnet. Rund 13.500 Gründungswillige wurden telefonisch beraten und per Post über 4.000 Starterpakete mit Basisinformationen zur Existenzgründung verschickt. Mehr als 2.300 potenzielle Gründer nahmen teil an Informationsveranstaltungen der Kammern.
Bei den Starterzentren der rheinhessischen Wirtschaftskammern wurden über 2.500 Erstberatungen zur Einstiegsinformation potenzieller Existenzgründer notiert. Die Berater der IHK- und HWK-Starterzentren versanden 1.150 Starterpakete verschickt, und 710 Existenzgründer nahmen die vertiefende Gründungsberatung der Kammern in Anspruch.
Starterzentren haben sich bewährt
Der Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, Richard Patzke, zieht aus den Ergebnissen des "Gründerreport 2010" eine ermutigende Bilanz: "Die Zahlen über Neugründungen im Land und die ungebrochene Nachfrage nach Beratungsleistungen der Kammern unterstreichen, dass sich die Starterzentren als niederschwelliges Einstiegsangebot an Gründungswillige bewährt haben." Günther Tartter, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Rheinhessen, verwies darauf, dass die HWK aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Beratungsleistungen durch Gründungsinteressenten mit der Einrichtung eines zusätzlichen Service-Centers ihr Dienstleistungsangebot entsprechend ausgeweitet habe. Damit werde der Bürokratieaufwand gerade in der Gründungsphase zusätzlich verringert und somit der Einstieg in die Selbstständigkeit wesentlich erleichtert.
Staert in die berufliche Selbstständigkeit als Chance
Damit künftig noch mehr junge Menschen in der Region die berufliche Selbstständigkeit als Chance für ihre persönliche Entwicklung in Erwägung ziehen, sprechen die rheinhessischen Kammern in diesem Jahr verstärkt Schüler und Studenten an. Dazu bieten die Starterzentren von IHK und HWK geeignete Plattformen an: Gründertreffen, Gründermessen, Gründerfeste und weitere Veranstaltungen mit Kooperationspartnern aus dem rheinland-pfälzischen Gründernetzwerk.
Was sind Starterzentren?
Unter der Trägerschaft der Wirtschaftskammern in Rheinland-Pfalz hat sich ein landesweites Netzwerk von insgesamt 28 Starterzentren gebildet. Das erste Starterzentrum im Land ging 2002 bei der IHK in Mainz in Betrieb. Die Starterzentren sind zentrale Anlaufstellen für Existenzgründer und junge Betriebe in der Aufbauphase. Das Konzept umfasst eine enge Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern. Auf Landesebene wirken das Wirtschaftsministerium, die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz ISB GmbH, die KfW Mittelstandsbank, die Bundesagentur für Arbeit, die Steuerberaterkammer, die Rechtsanwaltskammer oder das RKW Rheinland-Pfalz als Partner mit. Im Einzugsgebiet des jeweiligen Starterzentrums wird die Kooperation mit regionalen Akteuren gepflegt.
Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen
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