Land- und Forstwirtschaft zu Unrecht im Fokus der Klimadebatte
Pünktlich zur Grünen Woche wird die Landwirtschaft wieder einmal zu Unrecht in den Fokus der Klimadebatte gerückt. Es werden sogar Verzehrempfehlungen gegeben, die zu einer Verringerung der Fleischproduktion in Deutschland führen sollen. Solche einseitig geführten Diskussionen nutzen niemandem etwas und schaden dem guten Ruf der landwirtschaftlichen Produktion in Deutschland. Die Landwirtschaft ist sowohl Betroffene des Klimawandels als auch Teil der Lösung. Land- und Forstwirtschaft emittieren Treibhausgase, sind aber gleichzeitig die einzigen Wirtschaftsbereiche, die durch die Bindung von CO2 aktiv zum Klimaschutz beitragen.
Wir werden den Verbrauchern keine Vorschriften darüber machen, was sie wann zu konsumieren haben, z. B. wie oft in der Woche Fleisch gegessen werden darf. Unser Leitbild ist der gut informierte, selbstständig handelnde Verbraucher. Wenn sich dieser entscheidet, bei seiner Ernährung ein größeres Augenmerk auf das saisonale Angebot und die regionale Herkunft der Produkte zu legen, hilft das der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft und dient dem Umweltschutz durch die Vermeidung von Transporten. Wenn er trotz aller vorliegenden Informationen auf ein anderes Angebot zurückgreift, ist das seine Entscheidung. Die Politik hat den Rahmen zu stellen, zu entscheiden hat der Verbraucher selbst.
Die Landwirtschaft ist weltweit nur für 7 Prozent und in Deutschland für etwa 11 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich, auch wenn immer wieder anderes behauptet wird. Darüber hinaus sind die Emissionen in Deutschland seit 1990 um mehr als 20 Prozent gesenkt worden. Insbesondere der Ausstoß von Methangas ist durch die massive Verkleinerung der Rinderbestände deutlich zurückgegangen. Nichtsdestotrotz unterstützen wir die Anstrengungen der Bundesregierung uneingeschränkt, auch innerhalb der Land- und Forstwirtschaft eine weitere Reduktion der Treibhausgasemissionen zu realisieren, beispielswiese durch den weiteren Ausbau der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen oder durch moderne Anbaumethoden, die durch hohe Produktivität und Effizienz gekennzeichnet sind. Wer etwas anderes möchte, trägt zu mehr Hunger in der Welt bei.
Der Anstieg der Weltbevölkerung auf neun Milliarden Menschen im Jahre 2050 und der damit verbundene Versorgungsauftrag machen hohe Erträge auf bestehenden Ackerflächen unabdingbar.
Quelle: Pressemeldung CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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