Meiji Seika Kaisha und BASF unterzeichnen Exklusivvertrag für gemeinsame Insektizid-Entwicklung

25.05.2010 | Ludwigshafen
Die Firmen Meiji Seika Kaisha, Ltd. ("Meiji Seika") und BASF haben heute die Unterzeichnung eines Vertrags zur gemeinsamen Entwicklung eines neuen Insektizids bekannt gegeben, das die Kennziffer ME5343 trägt und gegen stechende und saugende Schädlinge zum Einsatz kommen soll.

Im Rahmen des Vertrages erhält BASF von Meiji eine weltweit gültige ausschließliche Lizenz (ausgenommen sind die Länder Japan, Taiwan und Südkorea, in denen Meiji die Exklusivrechte hält) zur Entwicklung und Vermarktung des neuen Insektizids. Weitere Angaben zu dem Vertrag wurden nicht gemacht.

Das Insektizid wurde im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts von Meiji und The Kitasato Institute entdeckt und repräsentiert sowohl eine neue Chemikalienklasse als auch ein neuer Wirkmechanismus. Die chemische Verbindung weist eine hohe Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Blattläusen, weißen Fliegen und bestimmten Schildlaus-, Wollschildlaus- und Zikadenarten auf, und zwar auch bei jenen, die eine Resistenz gegen andere Pflanzenschutzmittel entwickelt haben. Das neue Insektizid soll im Jahr 2014 in Japan und im Jahr 2015 in den übrigen Märkten eingeführt werden. Es ist für den Einsatz im Gemüse-, Obst- und Weinanbau sowie für Reihenkulturen und Zierpflanzen geeignet und zeigte sich als wirksames Mittel Blätter-, Saatgut- und Bodenanwendung.

"Dieser Vertrag bündelt die globale Marktstärke der BASF und die Innovationskraft Meijis und bietet so Landwirten weltweit eine wichtige und interessante Neuentwicklung auf dem Gebiet der Insektizide", so Markus Heldt, Präsident des Geschäftsbereichs Pflanzenschutz der BASF.

Das neue Insektizid ist im Rahmen von Forschungsprojekten erprobt worden und stellt ein hochwirksames und unschädliches Mittel für Nutzinsekten, einschließlich Bestäubungsinsekten, dar. Darüber hinaus ist es Wissenschaftlern beider Unternehmen zufolge ideal als Ergänzung in Programmen zur Verhinderung von Resistenzen gegen Insektizide. Im Zuge der weiteren Entwicklung des neuen Mittels sind umfangreiche Forschungsmaßnahmen geplant, erste Ergebnisse sind bisher viel versprechend.

Weiterhin hat das neu entwickelte Insektizid einen geringen Einfluss auf die Umwelt, Nicht-Zielorganismen einschließlich anderer Gliederfüßler und Säugetiere. Es wird erwartet, dass es auch die weltweit stetig strenger werdenden behördlichen Auflagen erfüllt, die den Einsatz anderer Pflanzenschutzmittel einschränken oder ganz verbieten. Meiji Seika wird im Zeitraum 2012 die behördliche Zulassung in Japan beantragen, BASF im Jahr 2013 die behördliche Zulassung in den USA, in Brasilien und in der EU. Die dortigen Markteinführungen sind für das Jahr 2015 geplant.

Quelle: Pressemeldung BASF SE

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