Nährwertkennzeichnung wird gut verstanden

20.01.2010 | Berlin
Die Nährwertinformation auf Lebensmittelverpackungen ist für die Verbraucher kein Buch mit sieben Siegeln. Sie interessieren sich dafür und verstehen sie auch gut. Dies erklärte Prof. Dr. Matthias Horst, Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V.

(BLL) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) im Ausstellungsbereich "Nährwertinformation verstehen" auf der Internationalen Woche in Berlin anlässlich des gestrigen Pressegesprächs der Spitzenverbände.

Im direkten Kontakt mit den Konsumenten erläutern dort BLL und BVE das Engagement der Lebensmittelwirtschaft in Sachen Nährwertkennzeichnung. Allerdings kennt ein Teil der Messebesucher noch nicht einmal die Grundlagen der Ernährung. So ist einigen nicht klar, wozu beispielsweise Nährstoffe notwendig sind.

Die Praxiserfahrung auf der Grünen Woche zeigt: Es ist ein Vorurteil zu glauben, die Verbrau-cher verstünden die Nährwertkennzeichnung nur schwer. "Wenn es im Einzelfall nicht verstan-den wird, muss dem an der richtigen Stelle begegnet werden", mahnt Horst. "Wenn dem so wäre, müssen Verständnisfragen beantwortet und Verbraucher aufgeklärt werden". Hierfür engagiert sich die Lebensmittelbranche in vielfältiger Weise. Unter anderem hat der BLL eine Unterrichtseinheit für Schulen entwickelt, die Lehrern geeignetes Material an die Hand gibt, das Thema jungen Leuten nahe zu bringen. "Verbraucher benötigen praxisnahe Vermittlung, was die Nährwertkennzeichnung aussagt und nicht etwa weitere Verunsicherung durch Diskus-sionen um richtige oder falsche Modelle dafür", plädiert Horst.

Bereits vor zwei Jahren hatte das Marktforschungsinstitut GfK ermittelt, dass zwei Drittel der Lebensmittel eine Nährwertkennzeichnung tragen. Dieser Anteil ist bis zum heutigen Zeitpunkt noch deutlich gestiegen, obwohl die Hersteller gesetzlich nicht zu einer Nährwertkennzeich-nung verpflichtet sind. "Dieses freiwillige Engagement sollte anerkannt werden", fordert Horst. Unternehmen dürften nicht durch mehr Bürokratie belastet werden. "Konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Aufgaben, auf Verbraucherbildung und Motivation für einen gesunden Le-bensstil", so sein Appell.

Quelle: Pressemeldung Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V.

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