Quellen sind Trinkwasserressource und Naturschatz

16.04.2010 | München
Rund 6.500 Quellen in Bayern sind als wahre Kleinode der Artenvielfalt gelistet. Dies erklärte Umweltstaatssekretärin Melanie Huml heute an der Schutterquelle bei Wellheim (Landkreis Eichstätt). Huml: "Quellen dienen nicht nur als Trinkwasserressource, sondern sind oft Refugien für bedrohte Tiere und Pflanzen, den Feuersalamander oder das Bayerische Löffelkraut".

Über die vom Umweltministerium initiierten und bisher mit knapp 900.000 Euro geförderten Quellschutzprogramme wurde seit 2001 vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) gemeinsam mit der Wasserwirtschafts- und Naturschutzverwaltung eine umfassende Handlungsanleitung für den Quellschutz in Bayern erarbeitet. Dazu wurden 25 ausgewählte Musterquellen beispielhaft saniert. Bis Ende 2010 werden insgesamt weitere 50 Quellschutzmaßnahmen umgesetzt. Der Schutterquelle sind die Quellschutzmaßnahmen schon zugute gekommen. So wurde der einst verschüttete Quellbereich wieder freigelegt und das Ufer wieder auf das ursprüngliche Niveau abgesenkt.

Über 5.000 Quellen sprudeln laut Huml in Bayern für unser Trinkwasser, mindestens noch mal so viele hat das Quellschutzprogramm für den Naturschutz auf der Liste. Mit dem Sanierungskatalog erhalten Gemeinden Tipps, wie sie beispielsweise aufgelassene, gefasste Trinkwasserquellen wieder naturnah gestalten können.

Bayern ist eines der quellreichsten Bundesländer und trägt deshalb auch eine besondere Verpflichtung, sich für ihren Erhalt einzusetzen, so Huml. Durch bauliche Eingriffe wurde vielen Quellen in der Vergangenheit im wahrsten Sinne des Wortes das "Wasser abgegraben". Naturnahe Quellen finden sich in Bayern fast nur noch in den Waldgebieten und in den hochgelegenen Regionen der Alpen. "Die Handlungsanleitung ist die Basis. Wie man Quellen schützt, muss nun den Akteuren vor Ort vermittelt und die Maßnahmen an möglichst vielen Quellen angewandt werden", so Huml. Der LBV berät - finanziell gefördert vom Umweltministerium - bayernweit bei Quellschutzmaßnahmen und hilft, die erarbeiteten Schutzempfehlungen umsetzen.

Quelle: Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

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