Schavan: "Bildung und Forschung stärken die Demokratie"
Deutschland und Kolumbien werden auf den Gebieten Bildung und Forschung künftig intensiver zusammenarbeiten. Darauf einigten sich die deutsche und die kolumbianische Regierung am Freitag in Bogotá. "Wir stärken damit die Demokratie in Kolumbien und unterstützen die Anstrengungen des Landes, sein Bildungs- und Wissenschaftssystem wettbewerbs- und zukunftsfähiger zu machen", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Kolumbiens Staatspräsident Alvaro Uribe hatte Ministerin Schavan zu Gesprächen nach Bogotá eingeladen, an denen auch die kolumbianische Erziehungsministerin Cecilia Maria Vélez White teilnahm. "Ich habe bei meinen Gesprächen gespürt, dass Bildung und Forschung in Kolumbien hohe Priorität genießen", sagte Schavan. Die stärkere Zusammenarbeit biete zudem dem Wissenschaftsstandort Deutschland neue Perspektiven. Im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie bemüht sich die Bundesregierung, die deutsche Wissenschaft noch stärker als bisher mit der Wissenschaft weltweit zu vernetzen.
Bei einem bildungspolitischen Dialog vereinbarten Spitzenvertreter von deutschen und kolumbianischen Bildungs- und Forschungsorganisationen zudem konkrete nächste Schritte in den Bereichen schulische und berufliche Bildung sowie beim Studierenden- und Forscheraustausch zwischen beiden Ländern. Themen für eine künftige engere Kooperation sind unter anderem Klimaforschung, Biotechnologie und Gesundheitsforschung.
Der Besuch der Ministerin beim kolumbianischen Staatspräsidenten ist ein weiterer wichtiger Schritt für die deutsch-kolumbianischen Beziehungen. Er folgt auf einen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Mai vergangenen Jahres in Bogotá und auf eine Reise von Staatspräsident Uribe nach Berlin vor wenigen Wochen. Der Besuch in Kolumbien ist der Abschluss der einwöchigen Lateinamerika-Reise von Ministerin Schavan. Die Ministerin war eine Woche lang mit einer hochkarätig besetzten Delegation aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterwegs. Auf dem Programm standen in Chile und Brasilien Regierungsgespräche und die Unterzeichung mehrerer Abkommen. In São Paulo hatte Schavan die deutsch-brasilianische Messe für Umwelttechnologien ECOGERMA eröffnet.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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