Umweltminister Söder: 1 Milliarde neue Bäume bis 2015 / Bayern tritt "Climate Group" in Kopenhagen bei

15.12.2009 | München
Eine Milliarde Bäume sollen gegen den Klimawandel gepflanzt werden. Das ist eine von vielen Maßnahmen, die die Regionen der "Climate Group" heute in Kopenhagen beschlossen haben. Bayern ist erstmals dabei. Dr. Markus Söder, Umweltminister: "Wir wollen Premium-Land für Klimaschutz werden, uns mit den besten und innovativsten Regionen messen."

Der Freistaat ist heute der "Climate Group" beigetreten, einem internationalen Verbund von Regionen und Wirtschaftsunternehmen (Photo: Umweltminister Dr. Markus Söder und Steve Howard, CEO Climate Group, unterzeichnen die Beitrittserklärung zur Climate Group). Damit steht Bayern in einer Reihe mit in der Umweltpolitik führenden Regionen wie Kalifornien, Quebec, Monaco oder South Australia. Es brauche eine enge Zusammenarbeit der Regionen, betonte Söder bei der Unterzeichnung des Beitrittsabkommens in Kopenhagen. "Bayern setzt mit dem Beitritt zur "Climate Group" ein starkes Signal für den Klimaschutz." Wirksame Klimapolitik sei nur möglich, wenn alle politischen Ebenen zusammenarbeiten. Die Regionen müssten besser in die internationalen Verhandlungen eingebunden werden, forderte der Umweltminister. "Bis zu 80 Prozent der Maßnahmen im Klimaschutz erfolgen in den Regionen." Bayern ist laut Söder mit der sensiblen Ökoregion der Alpen vom Klimaschutz besonders betroffen. "Deshalb wollen wir auf jeden Fall bis 2030 auf unter fünf Tonnen CO2-Verbrauch im Jahr kommen." Zudem fordert Bayern einen Sanktionsmechanismus, einen Klimasicherheitsrat, der für die verbindliche Umsetzung der Ziele sorgt.

Die "Climate Group" ist ein internationaler Zusammenschluss von Regionen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen, die sich zu aktiver Klimapolitik bekennen. "Das Netzwerk der Climate Group ist für Bayern und bayerische Firmen ein wichtiger "Wettbewerb der Ideen". Derzeit sind rund 40 Regionen Mitglieder der Climate Group. Vielfältige internationale Kontakte nutzen laut Söder auch der bayerischen Wirtschaft. Im Freistaat gibt es rund 2.000 überwiegend mittelständische Betriebe im Bereich der Umwelttechnologie; dazu kommen rund 5.000 Handwerksbetriebe im Umweltschutz. Bayern hat knapp 20 Prozent Anteil am deutschen Markt für Umweltgüter. 2007 waren das bereits 12 Milliarden Euro.

Quelle: Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

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