"Veggie-Day": Grüne fordern von Bundesregierung Unterstützungskampagne
Immer wieder zeigen sich anhand von Fleischskandalen die Negativseiten des Massenfleischkonsums. Einmal pro Woche (mindestens) vegetarisch zu essen ist gut für die eigene Gesundheit, die Welternährung, schützt das Klima und trägt zu mehr Qualität und artgerechter Tierhaltung bei. Statt der 1,2 Kilogramm Fleisch- und Wurstprodukten, die jeder Deutsche pro Woche durchschnittlich verzehrt, empfehlen Ernährungswissenschaftler 350 Gramm. Prominente Unterstützer dieser Forderung sind Ex-Beatle Paul McCartney, aber auch Firmen wie Puma und Campina.
Das belgische Gent hat sich als erste europäische Stadt dieser Initiative angeschlossen. Inzwischen haben Organisationen das Beispiel Publik gemacht und viele Städte für ähnliche Partnerschaften gewonnen.
Viele gesundheits-, agrar- und klimapolitische Gründe sprechen für eine solche Initiative: 18 Prozent der globalen Treibhausgase stammen aus der Tierhaltung. Die Hälfte des weltweit gehandelten Getreides wird als Futtermittel für die Massentierhaltung verwendet. Steigender Fleischkonsum hat damit in den letzten Jahrzehnten zu einer dramatischen Ausweitung des Futtermittelanbaus, der Abholzung von Wäldern und der Ernährungsproblematik geführt.
Wir fordern Ministerin Aigner auf, im Rahmen der Verbraucherinformationspolitik eine Informations- und Werbekampagne für den "Veggie-Day" zu starten und die Länder und Kommunen bei der Einführung eines "Veggie-Day" zu unterstützen und dies in den Bundesministerien beispielhaft um zu setzen.
Wir werden als Grüne Bundestagsfraktion in den nächsten Wochen eine Initiative für einen verantwortungsvollen Fleischkonsum in den Kantinen und Einrichtungen des Bundestags starten - als Vorbild für hoffentlich viele Ministerien, Behörden und öffentliche Einrichtungen in Berlin und Deutschland
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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