Weinmarketing: Hofgut Wiesenmühle in Monsheim-Kriegsheim setzt auf Regionalität
Der Eigentümer, Dr. Gerhard Schilling, hat das denkmalgeschützte Gebäude mit Unterstützung über das Dorferneuerungsprogramm des Landes umgebaut. Er will den ehemaligen Haferspeicher in der "Alten Mühle" als Weineventraum nutzen und die Weindirektvermarktung als weiteres Standbein neben der Saatguterzeugung und der Traubenerzeugung ausbauen.
Gerade in den touristisch geprägten Regionen des Landes komme den Direktvermarktern eine besondere Bedeutung zu, betonte Schweitzer. Sie seien "die Flaggschiffe eines Anbaugebietes" und prägten das Image. Direktvermarkter belieferten die regionale Gastronomie und seien selbst Ziel der Gäste aus nah und fern. "Sie fragen verstärkt regionale Dienst- und Handwerksleistungen nach und sind als mittelständische Unternehmen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein stabilisierender Faktor." Schweitzer bezog sich dabei auch auf Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), wonach besonders die Direktvermarkter und der Weinfachhandel das Krisenjahr 2009 gut überstanden haben.
"Zur Bedienung der Marktsegmente im Lebensmitteleinzelhandel und im Export ist das Weinland Rheinland-Pfalz auch auf leistungsfähige Genossenschaften und Kellereien angewiesen", so der Staatssekretär. Er erinnerte daran, dass rund drei Viertel aller Weine und zwei Drittel aller deutschen Weine hierzulande im Supermarkt gekauft werden.
Hofgut Wiesenmühle in Monsheim-Kriegsheim: gelungene Architektur für ein erfolgreiches Weinmarketing
Aufgabe der Landesregierung sei es daher, auch dafür zu sorgen, dass jeder seine Stärken identifizieren und ausspielen könne und die Chance auf ein gutes Einkommen habe. Dafür gebe es ein breit gefächertes Spektrum an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, an einzelbetrieblicher Investitionsförderung, an Maßnahmen der Bodenordnung und der Marktstrukturverbesserung. Abgerundet werde diese Palette durch Image bildende Aktivitäten im Weinmarketing. Hier erinnerte Schweitzer an den internationalen Wettbewerb "best of riesling", den das Weinbauministerium 2010 zum sechsten Mal ausgeschrieben hat, und an die Initiative Wein & Architektur, die gemeinsam mit der Architektenkammer auf den Weg gebracht wurde. "Gerade in der Wiesenmühle wird deutlich, welche Potenziale eine gelungene Architektur für ein erfolgreiches Weinmarketing eröffnet", so Schweitzer.
Er rief in diesem Zusammenhang auch dazu auf, die neuen Möglichkeiten im Weinbezeichnungsrecht für eine bessere Positionierung deutscher Qualitäts- und Prädikatsweine zu nutzen: "Wir haben Wege aufgezeigt, wie eine Aufwertung der Einzellagen erfolgen könnte und sind auf die Diskussion gespannt. Damit können wir im traditionellen deutschen Bezeichnungsrecht dem internationalen Grundsatz folgen, wonach eine engere Herkunftsaussage auch für eine höhere Qualität stehen muss."
Quelle: Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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